Vereins-Chronik

Josef Krenzer gründete 1926 den Musikverein. Der Urheber fügte eine lose Vereinigung, bestehend aus 14 Musikern zum „Musikverein Cäcilia Elters“ zusammen. Genau 14 Schirmmützen demonstrierten die Einheit und fungierten damals als Erkennungszeichen. Im Zeitraum von 1926 – 1939 spielte die Trachtenkapelle Elters/Rhön beachtliche Anfangserfolge ein. Begeistert empfingen die Orte der näheren Umgebung Hünfeld, Tann, Dipperz, Motten, Seiferts, Schleid, Birx und Denz die Musiker aus Elters. Die Entfernung wurden damals mit dem Fahrrad oder dem Pferdewagen bewältigt. Des weiteren diente der Lastwagen als Musikertransportmittel.

Wegen des 2. Weltkriegs ruhte die Vereinsarbeit und wurde nach dem Krieg durch den Lehrer Hans Rill wieder ins Leben gerufen. Der musikalische Aufstieg begann 1961 und 62 durch die Wahl von Paul Langgut zum 1.Vorsitzenden, der mittlerweile Ehrenvorsitzender der Kapelle ist und der Verpflichtung des Dirigenten Eberhard Storch. In den 90er Jahren übernahm Peter Reinhard die Aufgabe des 1. Vorsitzenden. Durch sein Wirken sind die Elterser weiterhin ein Garant für hervorragende böhmisch mährische Blasmusik über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Die Rhöner Bauerntracht trägt die Kapelle seit 1971. Diese Tracht trug man Mitte des 19. Jahrhunderts in der Rhön und wurde nach einer Vorlage aus dem Rhönmuseum in Fladungen geschneidert. Im gleichen Jahr wurde die Kapelle Mitglied in der „Hessischen Vereinigung für Tanz und Trachtenpflege“ (HVT) und trägt seitdem den Namen Trachtenkapelle Elters/Rhön. Dem „Internationalen Rat für die Organisation von Folklorefestivals und Volkskunst“ (CIOFF) trat die Kapelle 1985 bei.

Nach dem Tod des Dirigenten Eberhard Storch 1983 übernahm Edi Hüttl, ein gebürtiger Egerländer, den Taktstock der Kapelle. Durch Edi Hüttl, inzwischen Ehrendirigent der Trachtenkapelle Elters/Rhön, wurde der böhmisch – mährische Stil der Kapelle besonders geprägt.
Nach Edi Hüttl hatte die musikalische Leitung Frank Unger, der unter anderem auch bei der Original Kapelle Egerland spielt. Unter seiner Leitung wurde auch die zweite CD „Gruß an die Rhön“ aufgenommen, bei der Frank Unger auch als Sänger zu hören ist. Im Januar 2004 übernahm Johannes Eisenmeier den Taktstock und leitete die Kapelle bis November 2007. Anfang 2008 konnten wir Markus Arnold als Dirigent gewinnen. Mit Markus Arnold konnten wir ein echtes Juwel der jüngsten Blasmusikepoche gewinnen.
Hier eine kurze Biografie vom musikalischen Werdegang: Markus Arnold wurde in Bad Kissingen geboren, ist verheiratet und hat 2 Söhne. Er spielt seit mehr als 30 Jahren in verschiedenen Blaskapellen Trompete und Flügelhorn. Bekannt ist Markus Arnold vor allem als aktiver Spieler in bekannten Blaskapellen wie

– Guido Henn und seine goldene Blasmusik sowie
– Original Kapelle Egerland.

Sein Bekanntheitsgrad ist durch die Teilnahme am Casting zu „Deutschland sucht den Superstar der Volksmusik“ stetig gestiegen. Nach Belegung von Platz 1 im Bundesland Hessen sowie im Halbfinale unter Beteiligung weiterer Bundesländer konnte er im Finale einen hervorragenden 3. Platz belegen.

Von den zahllosen Auftritten der Trachtenkapelle Elters/Rhön sind besonders hervorzuheben, mehrere Teilnahmen am Oktoberfest in München und bis dato 19 Teilnahmen an Hessentagen. Weiterhin hatte die Trachtenkapelle Elters/Rhön unzählige Auftritte im In- und Ausland. Unter anderem wirkte die Kapelle an fünf ZDF – Sonntagskonzerten mit, war dreimal Musikparadensieger des Hessischen Rundfunks, hatte Konzerte in Berlin, Bonn, Frankfurt, Karlsruhe und viele andere innerdeutsche Auftritte. Sie hatte vier Tourneen in den USA, war Teilnehmer am größten internationalen Folklorefestival in Ägypten, war stellvertretend für die Bundesrepublik am Weltfolklorefestival 2004 in Ungarn, spielte 2006 unter dem Zuckerhut in Brasilien, war stellvertretend für das Land Hessen in Berlin beim 60-jährigen Jubiläum der Bundesrepublik Deutschland. In 2012 ging es auf große Tour in den Südpazifik. Gemeinsam mit der Trachten- und Volkstanzgruppe aus Schlitz wurde an einem Internationalen Festival auf Tahiti teilgenommen.

In 2009 nahm die Trachtenkapelle an den Internationalen Polka-Walzer-Marsch (PWM) Meisterschaften in Nesselwang im Allgäu teil.
Als erste Kapelle im Landkreis Fulda traten die Elterser in der Oberstufe, der höchsten von drei Stufen für Amateurkapellen, an. Insgesamt spielten 22 Kapellen den Wettbewerb.
Bei dem zu erwartenden hohen Leistungsniveau stellte sich die Trachtenkapelle der internationalen Jury. Unter den wachsamen Ohren der bekannten Komponisten Freek Mestrini, Franz Watz und Klaus Rappel erreichten die Elterser Musikanten einen beeindruckenden 4. Platz mit 85,17 Punkten. Um 0,7 Punkte verfehlte sie nur knapp, den 3. Rang.
In 2011 stellte sich die Trachtenkapelle Elters bei der Deutschen Meisterschaft in Bamberg wiederum in der Oberstufe der Jury von Freek Mestrini, Klaus Rappl und Josef Vejvoda. Dabei konnte die Kapelle mit 87,1 Punkten den 2. Platz belegen.                                           Im Juni 2017 nahm die Trachtenkapelle Elters an der Europameisterschaft der Böhmisch und Mährischen Blasmusik in Bamberg teil. In der Mittelstufe belegten die Musiker unter Leitung von Markus Arnold mit 90,83 Punkten den 1. Platz und können so den Titel Europmeister tragen. Die Jury bildete Gottfried Reisegger (A), Antonin Konicek (CZ) und Franz Watz (D).